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Beim 'Schwarzfahren' wird künftig auf Anzeige verzichtet

Stellen Sie sich eine Politik vor, die tatsächlich die Probleme der Menschen löst, anstatt in ideologischen Grabenkämpfen zu verharren. Eine Politik, die transparent, bürgernah und effektiv ist. Die Entscheidung der Stadt Bonn, künftig auf Strafanzeigen bei Schwarzfahren zu verzichten, ist genau das: ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Politik funktionieren kann, wenn sie direkt an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet ist. Diese Entscheidung zeigt, dass Veränderung möglich ist – nicht durch große Revolutionen, sondern durch konkrete, lokale Schritte, die das Leben der Menschen unmittelbar verbessern. Lassen Sie uns gemeinsam entdecken, warum dieser Fall so bedeutsam ist und wie er als Blaupause für eine neue Art der politischen Teilhabe dienen kann.

Zusammenfassung der Entwicklung

Die vorliegenden Quellen dokumentieren einen wichtigen Wandel im Umgang mit dem sogenannten “Schwarzfahren” in der Stadt Bonn. Hier eine Zusammenfassung der Ereignisse und beteiligten Akteure:

Beteiligte Akteure

  • Stadt Bonn: Hat die Entscheidung getroffen, künftig auf Strafanzeigen bei Fahren ohne Fahrschein zu verzichten
  • FragDenStaat: Plattform für Informationsfreiheitsanfragen, die Dokumente zum Thema Sanktionen bei Fahren ohne Fahrschein veröffentlicht hat
  • Bonner Stadtrat: Hat über die Änderung der Praxis abgestimmt
  • Bürgerinitiative: Lokale Aktivisten, die sich für die Entkriminalisierung eingesetzt haben
  • Betroffene Bürger: Menschen, die von der bisherigen Kriminalisierung des Schwarzfahrens betroffen waren

Zeitlicher Ablauf

  • Dezember 2021: FragDenStaat veröffentlicht einen Blog-Beitrag zum Thema “Fahren ohne Fahrschein” und dessen rechtliche Konsequenzen
  • 2022-2024: Wachsende öffentliche Debatte über die Verhältnismäßigkeit der Strafverfolgung bei Fahren ohne Fahrschein
  • Februar 2024: Eine Informationsfreiheitsanfrage zu Sanktionen wegen Fahrens ohne Fahrschein wird bei FragDenStaat eingereicht
  • Februar 2025: Die Stadt Bonn gibt in einer Pressemitteilung bekannt, dass künftig auf Strafanzeigen bei Schwarzfahren verzichtet wird
  • April 2025: Die Entscheidung wird öffentlich diskutiert und als Modell für andere Städte präsentiert

Diese Entwicklung ist Teil einer breiteren Debatte über die Entkriminalisierung des Fahrens ohne Fahrschein in Deutschland. Die Stadt Bonn nimmt hier eine Vorreiterrolle ein, indem sie das “Schwarzfahren” nicht mehr als Straftat, sondern nur noch als Ordnungswidrigkeit behandelt.

Ein Musterbeispiel für direkte und lokale Politik

Der Fall der Entkriminalisierung des Schwarzfahrens in Bonn ist ein hervorragendes Beispiel für die Art von direkter und lokaler Politik, wie sie von MachDenStaat angestrebt wird. Er verkörpert mehrere Kernprinzipien unseres Ansatzes:

1. Direkte Interaktion zwischen Bürgern und Verwaltung

Die Entscheidung in Bonn zeigt, wie Bürgeranliegen direkt in Verwaltungshandeln umgesetzt werden können. Durch Transparenzplattformen wie FragDenStaat konnten Bürger Informationen über die bisherige Praxis einholen und auf dieser Grundlage eine informierte Debatte führen. Die Stadtverwaltung hat auf diese Anliegen reagiert, ohne dass komplexe parteipolitische Prozesse den Weg versperrt hätten.

2. Fokus auf den Willen der Vielen statt auf Parteiideologie

Die Entkriminalisierung des Schwarzfahrens war keine Frage parteipolitischer Programme, sondern eine pragmatische Entscheidung, die auf breite Zustimmung in der Bevölkerung stieß. Verschiedene gesellschaftliche Gruppen – von Sozialverbänden bis zu Juristenvereinigungen – hatten sich für eine Entkriminalisierung ausgesprochen. Die Entscheidung spiegelt damit den Willen vieler wider, nicht nur einzelner Interessengruppen.

3. Politik als Mittel zur Problemlösung, nicht als Selbstzweck

Die Bonner Entscheidung zeigt Politik als wirksames Werkzeug zur Lösung konkreter Probleme:

  • Entlastung der Justiz von tausenden Verfahren jährlich
  • Vermeidung unverhältnismäßiger Kriminalisierung, besonders von sozial benachteiligten Menschen
  • Fokussierung auf das eigentliche Ziel: die Sicherstellung der Beförderungsentgelte, nicht die Bestrafung

Wie der Fall die Kernwerte von MachDenStaat verkörpert

Effektivität

Die Entscheidung in Bonn zeigt, wie politische Beteiligung zu messbaren Ergebnissen führen kann. Die Transparenzanfragen und die darauf folgende öffentliche Debatte haben zu einer konkreten Änderung der Verwaltungspraxis geführt. Dies entspricht unserem Verständnis von Effektivität: Politische Beteiligung muss sichtbare Wirkung entfalten.

Transparenz

Der gesamte Prozess wurde durch Transparenz ermöglicht. Erst durch die Offenlegung von Informationen über die bisherige Praxis konnte eine fundierte Debatte stattfinden. Die Entscheidungsfindung im Stadtrat war nachvollziehbar, und die Umsetzung wird durch die öffentliche Pressemitteilung transparent kommuniziert. Diese lückenlose Nachvollziehbarkeit ist ein Kernprinzip von MachDenStaat.

Spaß durch positive Gestaltung

Anstatt nur Kritik zu üben, wurde hier ein positiver Wandel gestaltet. Die Entkriminalisierung ist ein konstruktiver Schritt, der das Leben vieler Menschen verbessert und gleichzeitig Ressourcen für wichtigere Aufgaben freisetzt. Diese Art der positiven Politikgestaltung macht Beteiligung attraktiver und zugänglicher.

Parallelen zum Kontinuierlichen Einigungsfindungsprozess (KEF)

Der Prozess in Bonn weist bemerkenswerte Ähnlichkeiten mit unserem Kontinuierlichen Einigungsfindungsprozess (KEF) auf:

  1. Themensammlung: Das Thema wurde durch zivilgesellschaftliche Akteure auf die Agenda gesetzt.
  2. Priorisierung: Durch öffentliche Debatte wurde die Relevanz des Themas deutlich.
  3. Lösungserarbeitung: Verschiedene Stakeholder haben zur Lösungsfindung beigetragen.
  4. Konsensbildung: Es wurde eine Lösung gefunden, die breite Zustimmung findet.
  5. Umsetzung: Die Stadt Bonn setzt die Lösung nun konkret um.
  6. Evaluation: Die Wirkung der Maßnahme wird sicherlich in Zukunft evaluiert werden.

Was wir daraus lernen können

Der Fall Bonn zeigt exemplarisch, wie lokale Politik funktionieren kann, wenn sie:

  • direkt an den Bedürfnissen der Bürger ausgerichtet ist
  • transparent und nachvollziehbar gestaltet wird
  • konkrete Probleme löst statt ideologischen Programmen zu folgen
  • auf breiten Konsens statt auf knappe Mehrheiten setzt

Solche Erfolgsbeispiele sind wichtig, um zu zeigen, dass eine andere Art von Politik möglich ist. Sie geben Hoffnung und Motivation, sich für ähnliche Veränderungen in anderen Bereichen und Kommunen einzusetzen.

Wie können wir dieses Muster verbreiten?

MachDenStaat setzt sich dafür ein, solche Erfolgsgeschichten zu dokumentieren, zu analysieren und als Blaupause für andere Kommunen verfügbar zu machen. Wir laden alle Interessierten ein, sich an unserem wöchentlichen Arbeitskreis zu beteiligen, um ähnliche Initiativen in ihrer eigenen Kommune zu starten.

Gemeinsam können wir Politik neu denken – direkt, wirksam und gemeinsam.

Quellen

https://fragdenstaat.de/anfrage/sanktionen-wegen-fahrens-ohne-fahrschein/

https://fragdenstaat.de/blog/2021/12/03/fahren-ohne-fahrschein/

https://www.bonn.sitzung-online.de/vo020?VOLFDNR=2019353&refresh=false

https://www.bonn.de/pressemitteilungen/februar/beim-schwarzfahren-wird-in-bonn-kuenftig-auf-anzeige-verzichtet.php

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/keine-strafanzeigen-bonn-fahre-ohne-fahrschein-100.html

https://www.ksta.de/region/rhein-sieg-bonn/bonn/bonn-bei-schwarzfahrten-gibt-es-kuenftig-keine-strafanzeigen-mehr-965513

https://www.ksta.de/koeln/koeln-kvb-stellt-bei-schwarzfahren-keine-strafanzeige-mehr-698182

https://www.deutschlandfunk.de/schwarzfahren-straftat-gefaengnis-100.html

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/schwarzfahren-koeln-100.html

https://www.eine-stadt-fuer-alle.de/die-kriminalisierung-von-armut-beenden-verzicht-auf-strafverfolgung-bei-schwarzfahren/

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2023/kw25-pa-recht-fahrschein-952266

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