2024-04-18
Mitschrift
Christoph Görn (00:04.31) So Marcel ist jetzt gar nicht im Bild von…
Marcel Hild (00:13.454) Ja, fängt ja toll an.
Christoph Görn (00:14.198) Vielen Dank, vielen Dank. Das sind wir schon mal.
Thorsten (00:16.015) Sorry.
Marcel Hild (00:19.726) So, damit hätten wir auch das erste Thema. Spaß!
Spaß!
Thorsten (00:30.255) Genau, das ist wichtig.
Marcel Hild (00:32.302) Ja, guck mal, ich hab heute eine Hose geschenkt bekommen. Und Schuhe. Das sind…
Thorsten (00:36.271) Marcel, alles Gute zum Geburtstag, genau. Was das für Schuhe?
Christoph Görn (00:36.886) Oh wow, die ist auch spaßig.
Marcel Hild (00:42.35) So.
Christoph Görn (00:43.478) Vielleicht kannst du sie einfach ausziehen und mal zeigen.
Marcel Hild (00:46.67) Das geht nicht. Dann riecht’s hier. Die Schuhe hab ich natürlich von meinem Sohn geborgt. Das sind kleine Affen, glaube ich. Aber sind schön warm.
Thorsten (00:46.703) Nee, das wird so einfach. Sind das Elefanten oder Löwenschuhe?
Christoph Görn (00:48.15) Ja… Löwen…
Thorsten (00:59.119) Ich dachte, das wären Löwen, der König der Löwen.
Marcel Hild (01:05.166) Ne, der bin ich.
Christoph Görn (01:08.214) Der König der Affen? Ne, New Kingdom, Planet der Affen…
Thorsten (01:08.719) Nein, du bist Roy Black, du bist der König der…
Marcel Hild (01:10.254) Ich bin auch der König der Affen.
Christoph, du bist sehr leise jedenfalls.
Christoph Görn (01:18.038) Echt, ist das so? Ich kann euch noch ein… Nee. Nee, will ich eigentlich nicht.
Marcel Hild (01:21.486) Also Thorsten ist schön laut. Bin ich auch schön… Thorsten, ich bin laut, ja? Und wenn Christoph spricht, ist Christoph genauso… ist nicht so laut.
Thorsten (01:23.439) Na, ist ja herrlich. Du bist herrlich laut. Ja, ist es leise.
Christoph Görn (01:28.182) Ja.
Thorsten (01:30.799) Das ist aber nicht so laut, nee richtig.
Christoph Görn (01:32.086) Das ist nicht mein Problem, da müsst ihr mal gucken. Das wird sich später alles hochleveln. Das wird das Riverside für uns erledigen.
Marcel Hild (01:32.782) Hach.
Thorsten (01:38.095) Natürlich. Da fang ich jetzt noch aus.
Marcel Hild (01:42.126) natürlich gut also wir haben eine stunde zeit ne ungefähr so wer hat sich den gedanken gemacht
Thorsten (01:48.239) Das ist richtig.
Christoph Görn (01:53.27) Ich habe mir keine Gedanken gemacht, ich habe das OpenAI Gedanken machen lassen. Ich hatte während wir letztes Mal sprachen, ja ein paar Notizen mitgemacht. Notizen gemacht. Die habe ich mal da durchgeschwuppt. Ich glaube die Notizen die gingen in zwei Richtungen. Der Thorsten hatte irgendwann angefangen. Richtungen. Ich glaube meine Sprache ist heute nicht ganz online. Vielleicht passieren da Updates gerade.
Gedanken in zwei Richtungen gemacht. Der Thorsten hat da anfänglich irgendwie kurz berichtet, dass du irgendwas gesehen hast über die Bonner Innenstadt und wie man partizipieren kann. Das ist eigentlich ein total interessantes Thema und die andere Richtung der Gedanken war, was machen wir denn jetzt eigentlich? Also bauen wir ein Manifest oder nicht?
Ich glaube, mein Arbeitsmittel, das Arbeitsmittel meiner Wahl ist im Moment, ich schiebe den Quatsch durch ChatGPT durch, postprozessiere den dann noch ein bisschen und mache…
einfach einen Essay als Artikel in einem Blog. Ich habe keinen Bock auf Hack-MD, ich habe keinen Bock auf einen Google Doc, ich habe keinen Bock auf einen GitHub-Issue oder so. Ich schmeiße das einfach in mein Blog. Richtig. Auch das.
Marcel Hild (03:17.646) Large Language Model. Genau. Ja, das ist ja genau der Modus operandi, das wir uns hier treffen. Und dann lassen wir die Computer die Arbeit machen, das Ganze zusammenzufassen. Finde ich gut. Also sollte aus jeder Session, die wir jetzt hier machen, ein Blogbeitrag entstehen.
Christoph Görn (03:36.182) Genau.
Marcel Hild (03:47.886) und eventuell noch ein anderes Work Product. Ich glaube das erste Work Product… Ja…
Christoph Görn (03:52.374) Warte mal kurz, ganz kurze Pause. Hier unten gibt es einen Clip-Marker, da drücke ich jetzt einfach mal drauf. Ich weiß nicht, was der jetzt so bedeutet in diesem Reverse Sight, aber ich glaube wir haben gerade die Einführung und die Zusammenfassung des letzten Meetings hinter uns. Marcel, back to you.
Thorsten (04:11.183) Schön gemacht.
Marcel Hild (04:15.758) Ja.
Christoph Görn (04:21.654) Arbeitsergebnisse.
Marcel Hild (04:23.918) Wenn, ja genau, das ist das das ist das Work Product, das Arbeitsprodukt von einer dieser dieser Sessions hier, das das irgendwo hinkommt. Und ich denke, als erstes muss man noch mal den oder als erstes muss man die den Status beschreiben und was eigentlich, was man eigentlich, was wir eigentlich lösen wollen oder was ist das Problem? Ja.
denke das ist als erstes was zu beschreiben gilt. Das Work Product oder das Outcome ist wahrscheinlich so eine Art Manifest oder eine Zust die erstmal nicht wertend rüber kommt, die einfach nur den Zustand beschreibt. Sie sollte auch, glaube ich, noch nicht unbedingt eine Lösung haben, wie etwas implementiert wird. Also es sollte impl sein. Wir sind es ja alle…
Christoph Görn (04:55.158) Genau.
Marcel Hild (05:22.414) Also die drei Gründungsväter hier sind ja alles technokrat, das richtige Wort, weiß ich nicht, aber wir sind auf jeden Fall sehr technologieaffin.
Christoph Görn (05:31.862) Das letzte Mal hat der Arlert mich als Technokraten, glaube ich, beschimpft. Oder der Daniel Becker, ich weiß es nicht mehr. Aber ich glaube, das ist ein… ja, auch von verschiedenen Leuten. Ich glaube…
Marcel Hild (05:40.974) Wer weiß, wer weiß das schon. Du hast auf jeden Fall schon viele Schimpfwörter abbekommen. Jedenfalls sollten wir aus der Softwaretechnologie lernen, dass wir zuerst einmal implementierungsfrei Dinge beschreiben.
Marcel Hild (05:57.23) sondern den… ne, wie man sagt… wie sagt man das… das Customer Problem, oder? den Unique Selling Point? ne, was die…
Thorsten (06:07.503) Proposition, USP, Unique Selling Proposition, yes.
Marcel Hild (06:09.87) Ja… Ne, dieser Painpoint, dieser Customer Painpoint.
Christoph Görn (06:10.998) auch das ist ja gerade schon ein Impl Ja, stimm ich dir zu, ich glaube du hast drei verschiedene Resultatformen jetzt auch schon wieder reingebracht. Wenn wir über sowas wie einen USP oder ein Painpoint oder sowas nachdenken, dann ist das sicherlich eine Sache. Ich glaube das wichtige ist zu beschreiben, was das Problem ist.
Ich hatte letztes Mal abgerantet über dein Manifesto, Marcel, deinen Manifesto-Ansatz und habe gesagt, ich weiß nicht, ich glaube nicht, dass das irgendwie das Richtige ist. Zum einen aufgrund der historischen Einordnung, zum anderen aufgrund der Form selber. Deswegen habe ich mich ein wenig darüber aufgeschlaut. Ich glaube, ein Manifesto ist wirklich so ein Ding, was Grundsätze festlegt. Und das, was du gerade gesagt hast, also
hast, das sind ja durchaus Grundsätze. Die sind natürlich, vielleicht sind die auch nicht natürlich für manche von uns, weiß ich nicht. Aber das ist glaube ich eine Sache, die man machen sollte. Wenn du sagst, lass mal das Problem beschreiben, da gibt es glaube ich auch mehrere Formen. Wir Softwareingenieure sind glaube ich immer sehr requirement oder gap-Analysen getrieben.
Ich glaube, was ich immer produziere ist eher so ein Essay-Ding, was einfach so viele lose Enden vielleicht hat, gar nicht mal eine Lösung vorschlägt, sondern einfach nur, was ich halt am besten kann, motzen, einfach mal raushaut, was denn so die Phase ist gerade. Ich glaube, das ist wirklich was, was wir mal überlegen sollten.
Christoph Görn (08:04.886) Wenn wir Meinungen raushauen, wenn wir Beobachtungen raushauen, wie machen wir das denn eigentlich? Weil ein Manifest ist halt nicht das Kontun einer Meinung, sondern das sind Grundsätze, nach denen wir arbeiten wollen. Wenn wir eine Meinung haben, brauchen wir offensichtlich eine andere Form dafür. Muss man sich noch mal kurz ein paar Gedanken machen. Also das war ein langes Ja, ich stimme dir zu.
Marcel Hild (08:30.222) Das war ein langer Gedankensstrang.
Stimmt, das Manifest ist ja schon eine Neudenke und Absichtserklärung. Deswegen muss man, bevor das Manifest kommt, muss die Problemstellung definiert werden. Wenn man es da wieder an bestehenden Manifesten, so wie dem agilen Manifest orientieren…
haben die ja auch festgestellt, dass etwas in der Softwareentwicklung falsch läuft. Dass es einen Graben zwischen Managern und Codern gibt, die Erwartungshaltung ist falsch, es ist viel Zeitdruck da etc. Ich habe das jetzt gar nicht mehr so vor. Gibt es bestimmt auch irgendwo auf einer Webseite, wo die das rausgehauen haben. Und unsere Problemstellung ist…
Es dreht sich ja nicht um die Softwareentwicklung, sondern, jetzt kommen wir mal zur Sache, zu Pudels Kern, dreht sich darum, dass wir in einer Poli leben. Es dreht sich darum, dass wir weniger Partizipation an der Gestaltung unserer Gesellschaft haben, obwohl alle sehr laut sind und viel mitreden.
Twitter als so genannte Town Square, wobei das auch diskutabel ist, ob das ein Town Square ist oder einfach nur ein Stadion, wo alle in ihren Krüppchen schreien. Aber jeder hat die Möglichkeit seine Meinung zu äußern und jeder äußert ja auch irgendwie seine Meinung. Trotzdem findet diese Meinung…
Christoph Görn (10:31.958) Doch sie findet einen Kanal.
Marcel Hild (10:32.334) Also wir haben eine hohe, ja sie findet aber keinen Kanal in Richtung irgendwas zu ändern. Also es wird ja nichts geändert dadurch. Natürlich wird irgendwo was geändert, nämlich unsere Gesellschaft wird dadurch verändert. Aber wenn wir mal von dem gesellschaftlichen Prinzip ausgehen, dass wir einen Staat haben, der uns als Volk repräsentiert. Im Idealfall sind wir der Staat.
Christoph Görn (10:39.83) Ja.
Marcel Hild (10:59.47) Und wir einigen uns alle gemeinsam auf Spielregeln.
Marcel Hild (11:05.87) So jetzt würde ich gerne da mitmachen bei diesem Spielregel.
sich darauf zu einigen, kann das aber nur einmal alle vier Jahre, in dem ich meine Stimme abgebe oder in dem ich mich eben wirklich aktiv in einer Partei organisiere und aktiv daran teilhabe. Oder ich verlasse mich darauf, dass der Politiker meine Meinung als Stimmungsbarometer nimmt und seine Ideen verwirkt.
Christoph Görn (11:23.734) Ich höre.
Christoph Görn (11:38.198) Genau. Also, nochmal zurück zu dem Kein-Kanal. Das ist, glaube ich, halt nicht richtig. Das sind nämlich alles Kanäle. Sie haben nur keinen Effekt. Und das ist dann ja, glaube ich, schon ein Problemstatement. Da reden viele Menschen, dass das Geredete auch durchaus beeinflusst die Gesellschaft und die Stimmung in der Gesellschaft. Es hat allerdings keinen Effekt auf das politische Agieren.
oder das Agieren im politischen System.
Marcel Hild (12:14.83) Das ist korrekt. Thorsten, man hört dein Keyboard. Ist gut. Aber du darfst uns ja unterbrechen. Und das Mitschreiben sollte ja die EI erledigen.
Thorsten (12:17.775) Keyboard tippen gerade, ja ok, sorry. Ich schreib nur gerade ein paar Sachen mit, vielleicht wollt ich ihn unterbrechen beim Reden.
Thorsten (12:30.639) Ja, manchmal hilft nur das Schreiben für mich, um das runterzubrechen. Aber ich werde mal kurz los, was ich im Kopf gerade dazu hatte. Ich versuche das mal jetzt auf. Die Liste ist nicht final, sondern nur auf ein paar Punkte runtergedimmt, die mir eingefallen sind. Thema Beschreibung der Situation und warum wir hier sitzen. Punkt eins, das Gefühl der thematischen Distanz. Das heißt, wir haben irgendwelche Wünsche und fühlen uns nicht repräsentiert in den Themen aktuell.
Marcel Hild (12:35.95) Ja.
Thorsten (12:59.343) Zweitens eine zeitliche Distanz, dass selbst wenn wir uns repräsentiert fühlen wollen, besteht zwischen den, das was passiert, vier Jahre, die wir wählen können. Damit ist der, ist die, der Wirkungskreis zu weit weg, also die zeitliche. Das dritte ist, dass es neben der thematischen Distanz und der zeitlichen Distanz auch immer.
die eine größermäßige Distanz gibt, die mir fehlt und der richtige Begriff dafür, was damit gemeint ist, die interessiert vielleicht nur Windräder gerade. Aber um das durchzusetzen, musst du eine Partei wählen, die sich für Windräder am meisten einsetzt, selbst wenn sie fünf andere Punkte hat, die du gar nicht so gut findest. Damit hast du quasi eine, hast du die Skalierbarkeit, das ist der richtige Begriff, eine Skalierbarkeit Distanz dazu.
Christoph Görn (13:45.878) Ja, Granularität ist es, ne? Ich, äh…
Thorsten (13:48.143) Granularität, genau. Und ob wir repräsentiert werden oder nicht, das kann ich ja gar nicht beurteilen, weil meine Wahl durch diese drei genannten Dinge so weit weg ist, dass ich ja gar nicht weiß, ob meine Wahl was bewirkt hat oder ob meine Themen überhaupt gehört worden sind. Weil vielleicht sind meine Themen ja gehört worden, aber durch den Vierjahresverzug, durch den verschwimmenden Granularitätsverzug kriegt das gar nicht mit. Also das heißt so ein bisschen wie der Hund, der direkt nach seinem Tun.
Pavlovsches Prinzip bestraft werden muss, die Konditionierung, um was zu begreifen, das kriegen wir nicht mit und dann fühlt man sich ab. Und wir wissen ja auch nicht wirklich sozusagen, wir wissen zwar, welche Partei gewonnen hat bei den Wahlen, Thema Granularität, aber wir wissen nicht, welches Thema. Von daher denkst du vielleicht, du bist nicht repräsentiert, bist du es aber einig, weil die richtige Partei dran ist, nur die setzt nur eins von den fünf Sachen durch oder andersrum. Also damit ist quasi die thematische Distanz, die zeitliche Distanz, die Granularität und die
Unmittelbare Sichtbarkeit deiner Entscheidung. Als letztes Punkt Zusammenfassung der drei Dinge damit eigentlich gegeben. Das wäre so mein jetzt kurzes Statement dazu.
Marcel Hild (15:00.206) Ich stimme mich mit überein. Also es ist eine Distanz über mehrere Dimensionen, über Zeit, über Inhalte von…
Marcel Hild (15:16.174) den Umsetzern und den Partizipatoren, also der Bevölkerung, uns.
und
Politiker, Machtorgane, die irgendetwas umsetzen. Also ich sehe auch gar nicht so genau, was da passiert. Deswegen denken viele ja, die machen, deswegen gibt es ja auch so viele Vers dass die immer denken, okay, die machen da irgendetwas in geheimen Stübchen und tatsächlich passiert ja auch einiges in privaten Ausschüssen. Und es ist auch wahrscheinlich gut, dass einiges in privaten Ausschüssen und nicht direkt an der Öffentlichkeit passiert, also gibt es wahrscheinlich auch
einige Situationen Gründe, aber es gibt auch genügend Situationen, wo das nicht begründet ist.
Thorsten (16:13.103) Also da würde ich… Also bitte.
Marcel Hild (16:13.742) Also eine mangelnde Transparenz, eine mangelnde Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen.
Thorsten (16:23.727) Genau, da denke ich, ich glaube nicht, dass jede, also ich, also persönliche Meinung, nicht alles muss öffentlich diskutiert werden, also im Sinne von hier man in black, dass die Menschheit, also ein Mensch mag schlau sein, die gesamte Menschheit ist dumm, weil dann einfach so eine Massenbewegung entsteht und nicht jeder darf ständig mit allem konfrontiert werden, was gerade so an Ausschlägen passiert. Man muss manchmal auch für einige Menschen das Ganze ein bisschen levelieren.
Aber es muss auf jeden Fall eine Transparenz, wenn sie schon nicht gegeben ist, bei der, bei dem aktuellen Zeitpunkt der Entscheidung, muss auf jeden Fall eine Transparenz entstehen, warum etwas entschieden worden ist oder mit wem. Thema Open Decision, Open Management, Open Company, was wir ja alles kennen aus unserer Welt im Prinzip.
Christoph Görn (17:10.837) Weiß ich nicht. Wir müssen manche Sachen für manche Menschen nivellieren, ist glaube ich kein guter Ansatz. Sondern…
Thorsten (17:18.063) Nein, nein, das ist zeitlich gemeint. Also um als Beispiel zu nennen, zum Beispiel News. Ich glaube, der Zugang muss da sein, glaube ich schon. Aber was ich meine ist, ich habe mir angewöhnt, mir gerne die Sonntagszeitung durchzulesen, weil diese Schwankungen, die während irgendwelchen Sachen in der Woche passieren, aufgrund der Presse, nicht des Ereignisses, oft zu wild sind. Das heißt…
Dann kommt die erste Nachricht, gerade ist einer überfallen worden. Dann kommt direkt der erste Satz, aus welchem Land kommt der so typisches Ding hier im Prinzip? Welche Hautfarbe hat der? Und dann werden Zehn Spekulationen gemacht. Und am Ende der Woche, nachdem wenn zwei, vier Tage rum sind, hat man die Fakten besser auf dem Tisch liegen. Von daher, und einige Leute beängstigt das, wenn zu viel passiert. Deswegen sage ich nicht, man muss Leute da rausnehmen. Aber eine gebündelte Information, das war dieses Thema. Man muss nicht in dem Moment alles klar machen, wenn es passiert.
Aber am Ende klar machen, warum es passiert ist, das ist glaube ich wichtig. Also es muss beides existieren. Und einige Punkte sollten auch direkt von Anfang an gemeinsam gemacht werden. Aber es kann bestimmt Themen geben, die erstmal von Spezialisten oder wem auch immer diskutiert werden müssen, bevor sie ganz dann warum es so ist passiert ist. Also glaube ich jetzt gerade ich lasse mich mal eines besseren Belehrt an der Stelle.
Christoph Görn (18:28.47) Ja.
Christoph Görn (18:32.982) Ja genau. Persönlich koloriertes Impl aus meiner Sicht, weil ich glaube es ist immer gut zu sagen, worüber gerade verhandelt wird. Und wenn wir darüber nachdenken, die Lagerhaltung von Ersatzteilen bei der Bundeswehr umzustrukturieren, dann sollte man das sofort öffentlich machen.
Thorsten (18:39.727) Ja, vollkommen okay.
Christoph Görn (19:00.406) was für gehe Informationen da drin stecken in dem Thema. Anderes Thema aus meiner Sicht, aber ich glaube, es gibt genug Menschen, die nicht Politiker in regulären Bund sind, die da sehr gut mitdiskutieren können. Deswegen müssen solche.
Gedankengänge, solche Ideen glaube ich immer ad hoc sofort öffentlich gemacht werden. Wir versprechen uns 7 Milliarden Eins wenn wir bla bla bla tun, habt ihr da eine Meinung? Marcel, du hast eine Meinung dazu.
Marcel Hild (19:37.742) Ja, ich glaube, das stimmt auch. Aber was ich verstanden habe, ist, dass durch diese Presselandschaft, die wir haben, und eine Aufm jede Neuigkeit sofort rausgehauen wird und auch teilweise so verstärkt wird, sodass sie eben Aufmerksamkeit generiert. Und ich…
persönlich habe vielleicht gar kein interesse daran dass da irgendwas bei der bundeswehr gerade passiert sondern ich interessiere mich für zwischenergebnisse also würde ich gerne nur diese zwischenergebnisse mitbekommen und nicht jeden einzelnen schritt so aufbereitet dass ich mich auch engagiert fühle das ist genau das was ich am anfang meinte mit diesem mit diesem twitter time news kanal der eigentlich immer darauf aufmerksamkeit um aufmerksamkeit konkurriert und gar nicht mehr so auf inhalte
Christoph Görn (20:15.254) Ja.
Marcel Hild (20:33.966) geht. Und das wollte ich abhaken und zum Thema Fake News übergehen, was glaube ich damit auch verbunden ist. Da jeder Nach Aufmerksamkeit hascht, wird es auch schwierig den Wahrheitsgehalt von gewissen Inhalten zu bestimmen. Es gibt nicht immer eine Wahrheit, das ist mir auch bewusst.
Christoph Görn (20:35.19) Ja, total gut. Ja, noch ein Stück? Gedanke?
Christoph Görn (20:44.374) Nee, da…
Marcel Hild (21:03.214) Die Wahrheit liegt auch immer im Auge des Betrachters und im Auge vor dem Hintergrund des eigenen Weltmodells. Allerdings gibt es auch Lügen. Es gibt auch faktische Fehlaussagen, die schwer zu überprüfen sind und durch diese Aufmerk- keitsökonomie, die wir haben, verstärkt werden.
ihre eigenes Gewicht bekommen. Es ist halt immer so eine Kost Wenn ich was Falsches sage, dadurch aber viel Aufmerksamkeit bekomme, ist es vielleicht ökonomischer, das Falsche zu sagen, weil die Aufmerksamkeit für mich eben mehr wert ist als der Wahrheitsgehalt.
Christoph Görn (21:56.982) Ja, wobei ich glaube, dass Fake News noch anders motiviert sind, weil sie, glaube ich, hauptsächlich zur Steuerung eingesetzt werden, zur Meinungsbildung, zur Meinungssteuerung. Aber ja, die Aufm in den Medien oder in der Nach die ist da sicherlich ein Verstärker.
mehr Fake News entstehen, weil sie effizienter eingesetzt werden können durch die Aufm Ich war ja mal unterwegs beim Kunden, hatte deswegen Zeit Fernseh zu gucken und habe da Sendungen angeschaut, in denen Politiker diskutierten und zum einen ist die Diskussionskultur
durchaus unter unserem Niveau, was wir hier gerade an den Tag legen, was wir, also was Celebrate Success und so, was wir recht gut hinkriegen, die letzten paar Stunden, die wir hier diskutieren. Ja, ich habe leider keinen Mac, der das machen kann für mich Marcel. Und also die
Thorsten (23:07.535) Es gibt noch andere Computer, die wollen ja öffentlich richtig bleiben. Es gibt doch noch IBM-Rechner, es gibt noch von der Firma Dell welche, Lenovo, nicht nur Mac, das ist wichtig.
Christoph Görn (23:12.95) Ja, ja. Ich habe gehört, auch unsere russischen Freunde über der Grenze produzieren jetzt ihre eigenen PCs. Also wir wollen ja auch in den politischen Systemen flexibel bleiben. Und in diesen Sendungen, zum einen ist die Kultur echt schlecht und zum anderen ist…
Thorsten (23:27.567) Guck mal, richtig.
Christoph Görn (23:34.614) ist das, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt, den man nochmal angucken muss, diese Aufmerksamkeit. Es gibt ganz schön viele von diesen Talkshows, in denen Politiker irgendwas zum Besten geben. Und da schlagen dann, glaube ich, genau diese beiden Effekte zu. Das eine, was der Thorsten gesagt hat, wir wollen raushauen. Wir wollen jetzt raushauen, weil jetzt habe ich eine Meinung dazu und das muss sofort passieren. Und diese Aufmerksamkeit von den Leuten, die springt halt hin und her.
Weil die eine Sendung ist dann halt zu Ende und dann schalte ich aufs zweite Deutsche Fernsehen von den allgemeinen Rundfunkanstalten Deutschlands auf das zweite Deutsche Fernsehen. Und da ist dann die nächste Sendung, die hat halt ein anderes Thema, aber die Mechanik ist genau die gleiche. Das ist, glaube ich, also dieser Themenkomplex.
Wie haue ich Informationen raus? Also welche Kanäle gibt es da? Nicht nur Twitter, sondern auch die Talkshows in den einzelnen Fernsehsendern, aber auch natürlich in den nicht-linearen Medien, wie zum Beispiel YouTube. Wie haue ich Nachrichten raus? Wie wird mit diesen Nachrichten umgegangen? Und was ist das Resultat? Also was ist der Effekt dieser Nachrichten und des Umgangs mit den Nachrichten?
Das ist glaube ich schon mal eins der großen Themengebiete, was wir uns angucken sollen müssen. Wir müssen die Menschen zu besseren Empfängern machen und wir müssen die Menschen zu besseren Sendern machen, weil die Kanäle, die wir haben, sind sehr vielfältig und wir müssen diese vielfältigen Kanäle, glaube ich, auf unterschiedlichsten, also sowohl inhaltlichen,
als auch kulturellen Ebenen gut einordbar machen können. Dazu müssen wir die Empfänger und die Sender ausbilden und zu besseren machen. Full stop.
Thorsten (25:37.359) Ich möchte dich kurz ergänzen aus einem meiner Lieblings-Podcasts, Talk ohne Gast, wo die die sogenannte Stam reingebracht haben. Die lautet, früher, und es geht nicht darum, dass früher alles besser war, aber nur zu überlegen, früher war es so, du standest auf dem Feld, jetzt ganz plakativ, hast du irgendwie, hast du irgendwas aufgeregt, musstest aber erst mal acht Stunden zu Ende arbeiten, bist dann nach Hause gegangen, hast geduscht oder was auch immer und bist dann in die Kneipe gegangen.
Wenn bis dahin der Ärger noch da war, dann war er wahrscheinlich relevanter oder er war konzentriert auf diese ein oder zwei Themen. Du hast ja auch Gedanken schon gemacht, dann hast du in dieser kleinen Blase sie mit zehn Leuten diskutiert, wovon die Hälfte schon mal dagegen gesprochen hat. Und es wurde gleich an die ganze Welt rausgeblasen im Prinzip. Wichtig, ich bin nicht dafür, irgendwas abzuschaffen. Nur die Idee ist ganz praktisch, dass man so Zwischensteps hat, bis irgendwas zur Reife gerät. Und dieser Prozess der Reife eines Gedanken wird durch die aktuellen Medien.
und Kanäle und so weiter weggenommen und weil sie funktionieren wollen ja auch gefördert. Genau wie schon gesagt. Also es geht ja nicht darum, mit den meisten Kanälen geht es ja nicht darum, Wissen zu verbreiten, sondern möglichst viele Zuschauer zu haben, womit auch immer.
Marcel Hild (26:51.47) Ja, da gibt es auch interessante Forschungen aus dieser Informationstheorie, welche Gedanken oder welche Informationen sich durchsetzen. In diesem, ich habe jeder Art Zugang zu allem ungefilterten Modell.
setzen sich eben die Gedanken durch, die die meiste Aufmerksamkeit oder die dem Algorithmus der Aufmerksamkeit genügen. Wenn man vorher den Gedanken erstmal in verschiedenen Untergruppen teilt und der Gedanke darin überlebt, so wie ein Meme halt auch entstehen kann, und sich dann aus zwischen diesen Gruppen fortsetzt, hat er ja vorher schon eine gewisse Filterung durchlaufen und
Lebensfähigkeit bewiesen. Deswegen ist eigentlich dieses Mastodon eigentlich ein ganz schöner Ansatz, wo man verschiedene Communities hat, die auch untereinander kommunizieren können, aber eben immer über den Filter der einzelnen Partizipierenden Zwischen den Participants, Zwischen den Participants, Teilnehmerinnen und allen dazwischen und außerhalb
Christoph Görn (28:03.99) die Partizipierenden ist schon ausreichend gegendert.
Thorsten (28:05.839) Teilnehmern.
Marcel Hild (28:10.222) in diesen Mastodon-Gruppen. Ja, also wie… Und da braucht jeder, glaube ich, eigene Tools, wie er das bewerkstelligen kann. Nochmal auf das Thema von eben. Wir springen von Thema zu Thema, von Talkshow zu Talkshow. Also da haben wir auch wieder so eine zeitliche Spannung, wie Maki Papp vor 20 Jahren schon, vor über 20 Jahren, gesungen haben. Ei.
Have a short attention span, cause I am an American. Fast food TV, I don’t care. Und so irgendwie weiter. Jedenfalls… Die ist ja schon festgestellt. Die Aufm ist zu kurz. Und wenn jetzt meine Aufm auf 120 Zeichen limitiert ist und von Talkshow zu Talkshow, kann ich mich mit irgendeinem Thema nicht länger beschäftigen.
Das ist sicherlich ein Effekt, den wir heutzutage haben, den man ja aber auch irgendwie überwinden kann. Also es ist auf jeden Fall mal festzuhalten, dass wenn ich eine kurze Aufm habe und immer gleich alles raushaue sofort und nicht erstmal auf dem Feld arbeiten muss, keine Zeit habe, irgendwas garen zu lassen und bevor ich es raushaue, ist das erstmal so eine Tatsache.
Und was du auch eben sagtest, die
Politiker oder die Talkshow Gäste hauen ihre Sachen raus. Sie besetzen eben auch die Themen. Also das ist glaube ich auch so eine, wer macht denn eigentlich die, wer bestimmt denn eigentlich was gerade wichtig ist für die Gesellschaft und das ist auch ein Thema von oder ein Aspekt von Fake News. Das ist nicht nur der Wahrheitsgehalt, sondern überhaupt die Sache, welches Thema gerade
Marcel Hild (30:11.566) die Themen bestimmen, Themen besetzen und ist nicht schon auch die Auswahl der Themen, die gerade besetzt sind, um die sich der öffentliche Diskurs dreht, auch schon eine Art von Meinungsmache, die gefährlich ist. Und wie setzen sich diese Themen durch? Sind die durch Leute, die Zugang zu diesen Kanälen haben, wenn die dadurch besetzt, oder sind sie tatsächlich
der Wille des Volkes oder der Wille der Allgemeinheit oder der Wichtigkeit des Themas geschuldet. Also unwichtig, mein, das Statement ist unwichtige Themen bekommen zu viel Aufmerksamkeit auf Grund von, ja.
Thorsten (31:00.495) Dazu füge ich noch, wenn ich darf, noch etwas hinzu. Was auch nicht.
Neurowissenschaft ist, aber ich finde es trotzdem wichtig zu erwähnen. Also du hast vollkommen richtig bemerkt, es ist relevant, wer ist eingeladen, welches Thema wird, um welche Uhrzeit auch diskutiert, zum Beispiel, in welchem Medium und von wem. Aber ich finde auch, selbst wenn es total versucht, neutral zu machen, was man das heißen mag. Ich finde es faszinierend, diesen Ansatz. Nehmen wir jetzt mal einen Corona und ich mache mal wieder einen Stammtisch-Thematik. Da gibt es irgendwie so und so viele Wissenschaftler, die sagen,
Es gibt Corona und ein Virus existiert und dann gibt es irgendwelche zweiter Leute, die sagen, das akzeptiert nicht. Und ich kenne die statistische Menge nicht. Aber eingeladen wird dann ein Wissenschaftler und einer, der sagt, es gibt kein Virus. Das wirkt ja beim Gucken wie 50-50. Natürlich ist es vollkommen schwer, jetzt irgendwie 90 Wissenschaftler und einen, der dagegen ist, einzuladen, das zu repräsentieren. Aber ich finde, manchmal verwischt so, wenn die Menge der Leute, die auch eingeladen ist, zu einem Thema.
in einemselben Teilen sind, könnte es so wirken, als ob da sitzen zwei Leute, einer ist für Corona, einer ist gegen Corona und das ist 50-50 wäre, was ja nicht die Menge repräsentiert. Gut, Talkshows sollen ja auch keine Wahl sein, dennoch ist das schwierig manchmal für die normalen Zuschauer.
Thorsten (32:20.527) Was wird denn die Granulität wischt, von die wir vorhin hatten mit den Parteien? Du willst immer, wenn du repräsentierst, wenn du repräsentierst, also du hast einen Repräsentanten für deine oder eine Meinung, dann repräsentiert er eine Menge. Und angelehnt an dieses die schweigende Mehrheit weißt du eben nicht, wie groß diese Menge sein könnte im schlimmsten Fall und damit der Verzug zwischen deiner Wahl und deinem Wunsch und dem, was passiert, wann und wie stark. Selbe Ecke.
Marcel Hild (32:45.518) Wir können ja mal versuchen herauszuarbeiten, warum es diese schweigende Mehrheit eigentlich gibt oder warum wir so eine hohe Wahl haben. Ich glaube, das geht jetzt um diesen Spaß und Impact.
Aspekt rein. Wahrscheinlich erstmal in den Spaßaspekt. Also warum beteiligt sich denn, also warum sind denn so wenige, da gehen so wenige zur Wahl und trotzdem anscheinend so viele machen mit auf Social Media, wobei das ja auch nicht alle sind. Also ich bin gar nicht auf Social Media unterwegs, trotzdem beteilige ich mich glaube ich schon an öffentlichem
Marcel Hild (33:36.174) nur eine laute Mehrheit, die da spricht in Social Media und andere werden gar nicht gehört. Und ja, aber warum sind Menschen nicht bereit am…
ist auch eine falsche Statement. Aber irgendwie hat er schon, ist ja kein Spaß zu machen, Politik zu machen.
Christoph Görn (34:01.59) Naja, ist es nicht mit einem Reward versehen. Das sind die Distanzen, über die Thorsten eben gesprochen hat. Wenn ich ja Zucker in mein Gehirn schmeiße, dann reagiert das sofort. Wo ist ja Zucker der Politik? Also ich würde nicht mal sagen, das dauert vier Jahre, bis ich irgendein Resultat bei der Politik sehe. Sondern es dauert ja noch wesentlich länger, weil Gesetze werden erlassen, die müssen umgesetzt werden, die müssen Effekt haben, bla bla bla.
oder Diesel-Skandale müssen anerkannt werden, die müssen geahndet werden, die Leute müssen bestraft werden. Das dauert alles seine Zeit. Und ich glaube, dafür ist das Gehirn halt nicht gedacht. Das weißt du besser als ich, Marcel, wie das Ding funktioniert. Ich glaube, wir müssen nach dem Zucker suchen, dem Spice. Wo ist der Spice in der Politik?
Thorsten (34:58.767) Genau, du bekommst halt, wenn du in der Politik engagierst oder irgendwie der Verzug ist da, genau. Und wenn du das Ganze auf der Webseite, pardon, Webseite, wie Oldschool, wenn ich denn? In Twitter oder Mastodon oder Kohl. Hab ich Kohl gesagt? Mastodon? Mastodon, egal, worum ich das mache. Bekomme ich halt relativ schnellen Feedback und irgendwann.
Marcel Hild (35:17.55) Mastokohl.
Christoph Görn (35:19.222) Passt du Kohl?
Marcel Hild (35:24.878) Das Like.
Thorsten (35:25.615) Das gleiche. Genau. Und irgendwann eben, wie du auch gesagt hast, Thema Forschungsmäßig. Ja, ja, toll. Toller Apple Benutzer oder Mac oder PC oder Lenovo. Was ich immer. Nein, toll, dass jetzt den Faden verloren, deswegen macht aber nichts. Also genau. Das heißt, dass du dann ja irgendwann leider auch nicht frei bist vom Profil Neurose und dass du dann selbst wenn du beginnt, Sachen zu teilen der reinen Wissens, wirst du irgendwann merken, dass gewisse Nachrichten mehr Likes bekommen als andere.
Und dann wirst du dann diese Falle oder besteht die Wahrscheinlichkeit, diese Falle zu rutschen, dass du eben Sachen präsentierst, die Leute hören wollen oder Likes geben, selbst wenn sie gar nicht der Wahrheit oder deiner Meinung entsprechen. Bis hin zu Clickbait. Ich meine, es ist immer spannender, da irgendwie reinzuschreiben. Ich habe die beste Nachricht und dann lange zu schreiben, bis drei Minuten rum sind, damit der Algorithmus anspringt auf deine Sachen, anstatt das Wissen, was möglich wäre, in 20 Sekunden zu machen.
Marcel Hild (36:23.086) Wobei, also ich will mich davon nicht frei sprechen, aber ich bekomme keine Befriedigung darüber, wenn ich irgendwas raushaue und dann solche Thumbs-up bekomme. Ich schon in meinen kleinen Kanälen, in unserem Signal-Channel freue ich mich schon auf jede Response auf meine Nachricht. Aber wenn das von irgendwelchen anonymen Personen kommt, ich habe ja das ein paar Mal probiert mit diesem Twitter. Das ist aber auch nur ein…
Aspekt. Wenn man denn auf die politische Arbeit, politisches Engagement bezieht, hat man halt auch wieder dieses direkte Feedback. Klar, selbst wenn ich mich jetzt in der Lokalpolitik engagiere, braucht es lange und viele Diskussionen, bevor die 30er-Zone eingeführt wird. Oder auch weg.
Gesc bei der Ausfahrt wegfällt. Gibt ja auch die andere Seite. Wenn überhaupt. Ich will ja auch mit 200 Sachen abbiegen dürfen. Das ist schließlich mein gutes Recht. So, dafür muss ich aber sehr viel Arbeit investieren und immer wieder dahin gehen und dafür kämpfen, dass das passiert. Und dafür habe ich effektiv nicht die Zeit als begeisterter…
Thorsten (37:22.287) Wenn überhaupt, genau, wenn überhaupt.
Marcel Hild (37:48.366) Hacker und Computerspieler und was auch immer. Ich muss halt meine Zeit irgendwie aufteilen und ich bekomme halt auch nicht diesen Effekt. Und leider haben wir nur diese paar Möglichkeiten. Entweder lassen wir unsere Meinung, wir tun unsere Meinung auf Social Media-Kund oder in solchen Runden wie hier oder in einem Stammtisch, was ja kein Stammtisch sein muss, irgendwie bei einer Familienfeier.
kann ich auch drüber sprechen. Ich kann in meiner, kann auf einem Post, also jeder kann ja sich heutzutage sein Medium suchen, was für ihn passt. Das Medium kann ja wirklich sein, jeden Samstag beim beim Kickertonier oder jeden Samstag beim beim Grillen diskutieren wir aktuelle politische Themen. Das ist ja der moderne Stammtisch im Prinzip. Aber er hat halt keinen, der macht Spaß wiederum.
Das mache ich, weil ich sowieso machen möchte, aber es hat halt keinen Effekt, keinen Impact auf die Umsetzung. Also ich… Die politische Partizipation macht keinen Spaß derzeit. Und wenn sie Spaß macht, hat sie keinen Effekt.
Christoph Görn (39:07.062) Genau. Also ist das ja, glaube ich, ein zweites Problemstatement. Also wir haben eben schon mal eins gehabt, glaube ich, hier ist das zweite. Wie motiviere ich Menschen, um wesentlich aktiver in der Politik zu sein? Und unser Gedankengang ist…
Es passiert sowieso schon sehr viel. Warum kann ich das nicht maschinell verarbeiten?
Christoph Görn (39:47.99) daraus etwas produzieren, was Impact hat, was einen Effekt hat, einen spürbaren Effekt hat in einer relativ schnellen Zeit.
Marcel Hild (39:58.318) Sehr gut. Bevor mir der Gedanke entfleucht. Ja, ich schreib’s ja auf. Also, die Aussage ist nicht, dass die Leute zu wenig kein politisches Interesse haben, sondern die Aussage ist, sie können es nicht kanalisieren. Also, das politische Interesse, genau, bitte? Selbst das ist nicht die Aussage.
Christoph Görn (40:02.038) .. kann es ja aufschreiben.
Christoph Görn (40:18.678) selbst das ist nicht die Aussage. Selbst das ist nicht die Aussage. Sie können es sehr wohl kanalisieren. Hast du sehr gut beschrieben. In der Grillrunde. Exactly.
Marcel Hild (40:26.094) Sie können es kanalisieren, aber es hat keinen Effekt. Sie können es in dem aktuellen System nicht kanalisieren. Da gibt es ein Bild, wenn das System falsch ist und nicht die Teilnehmer. Ich weiß jetzt aber gar nicht mehr, was das ist bei Design.
Thorsten (40:45.775) Keine Verletzungen für die Spieler, sondern für das Spiel.
Christoph Görn (40:50.262) Nee, nee, das ist systemische Dissonanz. Gibt es. Musst du deine Frau mal fragen, wenn die sich ein bisschen mit systemischer Psychologie beschäftigt hat, dann wird die dazu beitragen können. Aber ich glaube, das ist genau. Definitely. Ich glaube, das ist genau der Punkt, den du beschreibst. Also.
Marcel Hild (40:50.414) Also was in der Richtung, also mir… Ich glaube es gibt so ein Bild. Systemische Dissonanz. Gibt es, gut.
Ja.
Marcel Hild (41:06.702) Vielleicht können wir die als Guestspeaker haben.
Christoph Görn (41:17.718) Per Definition sind ja die Teilnehmer des Staates nicht falsch. Sondern per Definition muss dann aber ja auch das politische System falsch sein. Also wenn man das so ganz grob aussagenlogisch bearbeiten würde, ist das glaube ich die Aussage.
Marcel Hild (41:25.326) Ja, weil sie sind ja der Staat, genau.
Marcel Hild (41:41.422) Also wir sprechen von der Poli und das ist so eine Art Framing was passiert. Es wird gesagt die Leute interessieren sich nicht mehr für Politik, wir müssen sie motivieren politischer zu werden. Wir haben eine hohe Nichtwählerschaft oder eine niedrige Wahlbeteiligung. Das sind alles die Ursachen.
Christoph Görn (42:13.942) Ja, und das ist, glaube ich, das, was ich seit vielen Jahren schon versuche zu propagieren. Die Menschen.
die Bevölkerung, der Staat, die Menschen, die leben halt in einem System, was völlig entkoppelt ist vom politischen System. Weil selbst das, was du gerade aufgesagt hast, selbst das ist ja schon ein negativ konnotiertes Framing mit dem Ziel einer Meinungsbildung. Du hast gesagt, die Leute sind politikverdrossen. Das impliziert ja, dass die Leute nicht
politischen System partizipieren wollen. Es sind die Leute. Und die Aussage, die Leute sind politikverdrossen, kommt von Teilnehmern im politischen System. Da liegt offensichtlich ein Fehler vor, weil der Staat sind die Leute. Das System, das politische System ist offensichtlich falsch.
Thorsten (43:15.343) heißt nicht politik verdrossen und system verdrossen ist vielleicht die Antwort, die Aussagen. Könnte auch das sein.
Marcel Hild (43:20.622) Ja, ja.
Christoph Görn (43:21.078) Die Leute sind nicht beteiligt. Full stop.
Marcel Hild (43:25.102) Das war auch keine, das war ein Zital von mir, also ich bin auch der Meinung.
Christoph Görn (43:28.182) Ja ja, weiß ich. Genau, ich, ich, ich… Also, das ist ein gutes Zitat, weil es halt mehrere Dinge aufzeigt. Zum einen halt, dass das… Vielleicht nicht immer gewollte, aber das ganz klare Framing durch das politische System… Die Leute sind’s schuld. Die Leute sind politikverdrossen. Fucker. Wenn ihr nicht wollt, dann machen wir, was wir wollen.
Thorsten (43:29.327) Okay.
Marcel Hild (43:49.87) Hm.
Thorsten (43:53.263) M-m.
Marcel Hild (43:54.734) Und ich möchte ja auch keine böse Absicht vorwerfen, wenn ich in einem System stecke, dann möchte ich ja auch erstmal mein System so bewahren, weil ich kenne das System. Und es hat ja auch eine lange Zeit gut funktioniert. Und dann kann man ja auch durchaus fragen, warum sollte man das ändern? Und es hat ja auch durchaus gute Effekte, dass man nicht jeden Tag die Richtung ändert, sondern nur alle vier Jahre, damit man eine gewisse Kontinuität reinbekommt.
Konkrete und und nachvollziehbarer Argumente dafür, aber de facto kann man ja festhalten, dass man, wenn man sich im aktuellen politischen Konstrukt beteiligen möchte, muss man sehr viel Arbeit und sehr viel Zeit rein rein investieren und das können wenige und selbst wenn ich die Zeit hätte und die Arbeit machen würde, würde es mir persönlich auch keinen Spaß machen, weil ich bin kein Mensch der
Christoph Görn (44:46.678) Und die, die…
Marcel Hild (44:55.086) der in diesem System Spaß hat.
Christoph Görn (44:55.99) Dein, genau, dein Problem. Dein persönliches Problem, aber halt auch ein ganz signifikantes Muster, was man ja sieht. Weil Poli ist ja dummerweise auch Poli wenn wir das aus unserer Warte betrachten, macht es halt einfach keinen Spaß. Einen Punkt noch hinzuzufügen. Die Leute, die sich beteiligen…
Da muss man nochmal nach der Motivation fragen, weil es gibt glaube ich eine Gruppe von Menschen, die sich am politischen System beteiligt, die das einfach tun, weil sie dadurch Befriedigungen erlangen, dass sie beeinflussen können oder gefragt werden. Also der typische Politiker, wie auch immer der charakterisiert ist, das ist halt so einer, der halt gerne dann im Stammtischzelt steht und sagt, ich habe was getan für euch und dann jubeln halt alle.
Ich hatte… Okay, wir werden aufgezeichnet. Ich referenziere keine historischen Geburtstage von Personen, die nah an Marcel Geburtstag haben, der heute Geburtstag hat. Glückwunsch! Ähm… So, die, die, die, die, diese Menschen, die das halt, die dadurch Motivation erfahren oder Befriedigung erfahren, dass sie halt als Politiker gefeiert werden. Das ist sicherlich eine Kampfklasse. Die andere Kampfklasse, die das politische System einfließen kann, sind… ..diese…
finanziell sehr potenten Lobbyisten zum Beispiel. Die haben auch eine ganz starke Motivation sich im System zu beteiligen. Die Frage ist, glaube ich für mich so, als Einzelner der im Start herum steht, will ich das diesen Menschen überlassen, die entweder komplett egozentrisch sind, um hier mal das Mittel der Überspitzung zu nutzen, die komplett egozentrisch sind oder komplett geldgeil sind.
Nee, denn ich will denen das nicht überlassen.
Marcel Hild (46:51.886) Und warum haben die einen größeren Hebel als der andere? Das heißt ja nicht everybody is created equal.
Christoph Görn (46:57.494) Isch. Ja.
Thorsten (47:02.543) Da würde ich auch noch hinzufügen, gerne das Thema, das passt glaube ich gut auch wieder in Granulität rein, runter auf die vier oder fünf Grundideen in meinem Kopf. Denn wenn du dich beteiligen wolltest an dem ganzen Diskurs, nenne ich mal so, was man das sein mag, dann ist die sogenannte, ich erlehne mich mal der BWL- die sogenannte Markteintrittshürde ja so hoch wie der beste Profi im Spiel.
Also bedeutet, wenn da schon super vernetzte Lobbyisten, Politiker sitzen und du willst dich nur für ein Thema interessieren, was dir wichtig ist, musst du extrem viel Mühe aufwenden, überhaupt gehört zu werden in diesem etablierten System, weil dort sind Leute, die schon 20 Kanäle haben, die schon in drei Talkshows waren, die schon mit der halben Stadt vernetzt sind, weil sie seit Ewigkeiten mit dem Bürgermeister oder wem auch immer was trinken gehen. Das heißt, damit notwend, wenn du ein Thema, also im Prinzip kann man
da wir auch Vollzeitpolitiker haben, wenn du mitmachen möchtest, egal wie groß oder klein ein Anliegen ist, du bist voll inorganisch. Und das ist natürlich auch nicht eine große Hürde. Weshalb vielleicht auch solche Social Media-Dinger ja ankommen, weil da kannst du ja, wie früher bei ALSIS hieß, jeder Musiker kann jetzt Musik machen für umsonst im Internet bei YouTube. Das macht es natürlich angenehm, dass man es kann, weil wie gesagt, allein in der Lokalpolitik nur irgendwie mitzuspielen. Du musst ja schon mal in irgendeinem Verein
in irgendeiner Partei und schon sehr viel Vorlauf haben, überhaupt mitspielen zu dürfen. Und deswegen ist vielleicht der Begriff der Syst was immer System heißt, mag man wie wir es definieren wollen, vielleicht tatsächlich der bessere als der Poli vielleicht.
Marcel Hild (48:46.286) Ich glaube wir haben ganz gut Themengebiete abgearbeitet. Jetzt übergeben wir irgendwann an unsere AI Overlord, um das zu…
Christoph Görn (48:59.798) Ja, lass noch mal kurz gucken. Also du hast die Episode ja angefangen mit was denn unsere Arbeitsergebnisse sind. Was wollen wir denn kreieren aus dieser Episode?
Marcel Hild (49:10.862) Ja, also ich hätte gerne einmal ein, für alle sozialen Netzwerke, dass wir das einfach hier mal raushauen, also Video Netzwerke, das kann auf YouTube, auf Vimeo oder wie auch immer, was es heute gibt, dann ein, ja.
Christoph Görn (49:27.958) Ja, genau. Kurz interrupt, das ist aber ja schon ein Teil unseres Manifests. Wir sind ja hier große Rhetoriker und immer auf unsere Selbstdarstellung beachtet. Wir hauen einfach raus, ungefiltert. Wir speichern den ganzen Scheiß und hauen ihn raus. Das ist der Punkt hier.
Marcel Hild (49:43.822) Ja, das ist ja meinungsbildend, was hier gerade passiert und das wollen wir festhalten. Das ist unsere Meinung zu der stehen wir und die soll auch irgendwann einen Einfluss haben. Der Einfluss, der da passiert oder der Impact, der da passiert, ist, dass wir daraus Beiträge auf sozialen Video-Medien generieren, in verschiedensten Darreichungsformen von voller Episode bis zu kurze Schnipsel.
dann ein Transkript im Form von einem Raw-Transkript für die Leute, die das gerne lieber lesen. So fadsmäßig. Okay, interessant. Hier sind die drei Stooges und die unterhalten sich heute zu Augenzwinkern. Ach nein, zu Poli Interessant. Und für Leute, die keine Zeit haben, eine Stunde lang…
diesen Ballermännern zuzuhören oder das zu lesen, müsste es auch ein TLDR geben, was das Ganze gut zusammenfasst. Und da unsere Larg das besser können als wir, überlassen wir denen die Arbeit. Also sollten zwei Blog-Einträge auf deiner Macht in Start-Seite entstehen, nämlich einmal das Transkript mit Links auf die YouTubes und dann nochmal einen etwas mehr polischten
Problemstellung, die wir heute raus gearbeitet haben, sodass wir uns dann in der nächsten Episode vielleicht mit dem Manifest und das Manifest kümmern können, aufgrund dieser Problemstellung, dass wir sagen, wir wollen etwas Neues erschaffen, was das über das wertet oder diese Eigenschaft hat, eben solche Manifestaussagen.
Christoph Görn (51:32.95) Genau, ich glaube, wenn wir die heutige Episode nochmal nachhören oder nachlesen, dann werden wir feststellen, dass mindestens zwei Einträge für das Manifest schon da sind. Die stecken da gerade irgendwo drin. Und ich glaube, das kann man auch einfach mal aufschreiben. Das ist aber, glaube ich, ein hart iterativer Prozess.
Im Gegensatz zu den agilen Manifestleuten werden wir, glaube ich, spätestens, wenn wir mit anderen Menschengruppen interagieren, merken, da fehlt noch einiges, was wir vielleicht reinpacken sollten. Oder was anderen Menschen vielleicht wichtig ist. Also so Aspekte wie inklusive Sprache. Da habe ich…
Da sind wir wahrscheinlich alle relativ gut drin, ist aber glaube ich auch ein Punkt, den man manchmal noch aufschreiben sollte in so einem Manifest zum Beispiel. Deswegen würde ich sagen, dass das ist so ein hart iteratives Teil, wenn das jede Woche ein Update erfährt. I don’t care, solange da Punkte drin sind.
Marcel Hild (52:38.702) Ja, das soll ein lebendes Manifest sein. Das Evolve or Die hat jemand auf seinem Handy als Hintergrundbild. Immer noch, find ich gut.
Christoph Görn (52:45.11) immer noch immer noch gut machen wir das dann wenn wir an dieser stelle die aufzeichnung wir können ja dann schon mal unseren unseren vier zu sehern lesern und hören herzliche grüße
Christoph Görn (53:14.358) um
Marcel Hild (53:14.83) Wir lesen uns selber, wir sind in unserer eigenen Echo Bubble, finde ich gut. Echo Chamber.
Thorsten (53:17.135) Find ich so.
Christoph Görn (53:17.494) Es reicht. Mir reicht das. Das schafft mir Befriedigung, wenn ich so voll auf mich selbst konzentriert, irgendwas vor mich im Blabber.
Marcel Hild (53:22.83) Ja.
Also ich würd mich…
Christoph Görn (53:27.638) Ja, genau. Das Schweigen der Lämmer. Ein Zitat war das. Wollen wir nochmal Thorsten, Thorsten, wollen wir nochmal in das lustige Riverside danach reingucken?
Thorsten (53:37.935) Grundsätzlich ja, aber danach müssen wir schon später verschieben, also nicht direkt danach. Ich würde mal sagen, ich bin so ab eins wieder verfügbar vernünftig.
oder morgen.
Christoph Görn (53:52.31) Nur du kannst die Aufzeichnung stoppen. Vielleicht machst du das kurz.
Thorsten (53:56.271) Alles klar, dann.